Freimarkt-Neuheiten setzen auf VR, große Höhe und extremes Tempo

24.09.2018
Mit dem „Jules Verne Tower“ geht es 80 Meter hoch hinaus.
Mit dem „Jules Verne Tower“ geht es 80 Meter hoch hinaus.
 © Alexander Goetzke

Da kann nicht einmal das Riesenrad mithalten: Wenn am 19. Oktober der Freimarkt eröffnet wird, ist erstmals auch das derzeit höchste mobile Kettenkarussell der Welt, der „Jules Verne Tower“, mit dabei. Nichts für schwache Nerven sind auch die anderen beiden Neuheiten auf dem Volksfest, die Indoor-Bahn „Dr. Archibald“ und das Action-Fahrgeschäft „Jekyll & Hyde“.

Während es mit dem Riesenrad in Bremen bis zu 60 Meter in die Höhe geht, schraubt der „Jules Verne Tower“ seine Fahrgäste hinauf in 80 Meter Höhe. Seit 2017 ist der Kettenflieger im Einsatz und bot zuletzt auch beim Münchner Oktoberfest einen imposanten Anblick. Der Weg nach oben erfolgt mit Tempo 65 - das entspricht zwei Metern pro Sekunde. 

Thematisch orientiert sich das Fahrgeschäft an den Romanen des Schriftstellers Jules-Gabriel Verne, der unter anderem durch sein Buch  „Reise um die Erde in 80 Tagen“ bekannt wurde. Sowohl die Höhe des Turms als auch der Heißluftballon als Wappen des Kettenkarussells rücken dieses Thema ins richtige Licht.

Ein Erlebnis voller unglaublicher Eindrücke verspricht „Dr. Archibald“. Die mobile Abenteuerbahn verfügt über VR-Technik, die dem Erlebnis virtuelle Elemente hinzufügt. Die Weltneuheit feierte vor Kurzem in Hamburg Premiere, und zieht nun - vom Oldenburger Kramermarkt kommend - auf die Bürgerweide.

Alles, was man aus anderen Attraktionen kennt, soll bei „Dr. Archibald“ um vom Computer generierte Effekte erweitert werden. Mit VR-Brillen auf der Nase erleben die Besucher die derart aufgemotzte Attraktion als Teil des Ganzen und eben nicht als Betrachter von klassischen Film-Elementen. Ein Spaß für alle, die in neue Zeiten aufbrechen wollen.

Als dritte Neuheit kommt in diesem Jahr „Jekyll & Hyde - die Verwandlung“ zum Freimarkt. Mit bis zu 4G werden die Fahrgäste dabei in die Sitze gedrückt - und zwar in einer Höhe von bis zu 42 Metern. Bis zu 130 Stundenkilometern erreichen die Gondeln dabei - ein mulmiges Gefühl in der Magengrube ist da noch das harmloseste Resultat einer Fahrt.

„Jekyll & Hyde - die Verwandlung“ ist erstmals auf dem Bremer Freimarkt dabei.
 © Harald Hinze

Da „Jekyll & Hyde“ in zwei Richtungen betrieben wird, erleben die Fahrgäste zwei unterschiedliche Erfahrungen - ganz so wie der Name des Fahrgeschäfts verspricht. Für Zuschauer auf dem Festplatz bietet die Attraktion ein passendes „englisches“ Ambiente, das sich am Roman „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ von Robert Louis Stevenson orientiert.

Eine Achterbahn, die schon vor einiger Zeit in Bremen für Adrenalin-Schübe gesorgt hat, ist der „Euro Coaster“. Die Bahn ersetzt kurzfristig den zuvor angekündigten „Drifting Coaster“, dessen Team die Bewerbung für den Freimarkt zurückgezogen hatte.

Beim „Euro Coaster“ hängen die Insassen mit ihren Gondeln in der Luft.
 © Ride-Index.de

Beim „Euro Coaster“ gleiten die Fahrgäste in der Luft hängend voran. Dabei befinden sich die Gleise allerdings nicht unter, sondern über den Sitzen, sodass die Bahn ein wenig so aussieht, wie eine umgekehrte „Wilde Maus“.