Freimarkt: Vier Millionen Besucher

04.11.2018
Mehr als vier Millionen Menschen besuchten in diesem Jahr den Bremer Freimarkt. Die Polizei notierte etwas mehr Straftaten als im Vorjahr.
Mehr als vier Millionen Menschen besuchten in diesem Jahr den Bremer Freimarkt. Die Polizei notierte etwas mehr Straftaten als im Vorjahr.
 © dpa

Bremen - Mit gut vier Millionen Besuchern (200.000 mehr als im Vorjahr) ist am Sonntag Abend der Bremer Freimarkt zu Ende gegangen. Wirtschaftsressort und Schausteller blickten zufrieden auf das größte Volksfest Norddeutschlands zurück, hieß es am Abend.

Zu den besucherstärksten Tagenzählte der neue Feiertag, der Reformationstag, sagte Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD). Auch die Polizei zog Bilanz und verzeichnete einen leichten Anstieg der Straftaten, wie Sprecher Stephan Alken sagte. Er führte das auf verstärkte Kontrollen in einigen Deliktsfeldern zurück.

Alken hob die „gute Zusammenarbeit“ mit den Schaustellern, den Großzeltbetreibern, dem Sicherheitsdienst und dem Rettungsdienst hervor. Dadurch, dass alle jeweils schnell reagiert hätten, seien Straftaten aufgeklärt worden, die sonst im Dunkeln geblieben wären, sagte er. 

Laut Alken prägten Diebstähle und Prügeleien, Jugendschutzkontrollen und vermisste Kinder während des gut zweiwöchigen Rummels das polizeiliche Bild. Hinzu kamen seinen Worten zufolge in diesem Jahr sexuelle Belästigungen und eine angespannte Verkehrs- und Parksituation – Letzteres womöglich politisch so gewollt, um Autofahrer in Busse und Bahnen zu drängen. Die wiederum waren zur Freimarktszeit allerdings ohnehin unerträglich voll, berichteten Leser.

Schlimmere Gewalttaten waren in diesem Jahr nicht zu verzeichnen

Größere Schlägereien oder Gewaltexzesse, wie Tritte gegen den Kopf, verzeichnete die Polizei in diesem Jahr nicht, heißt es. Die Polizei ermittelt weiter nach mehreren sexuellen Belästigungen am zweiten Wochenende im Umfeld des Freimarktes und nahm sieben Männer und einen Jungen fest: zwei Deutsche, einen Afghanen, einen Türken, einen Syrer und drei Pakistani. Die Polizei sucht weiter Zeugen unter 0421/362-3888.

Durch mehr Kontrollen fand die Polizei laut Alken beispielsweise mehr Messer und Schlagstöcke sowie Drogen. Am Freitagabend gerieten rund 100 Personen am Autoscooter ins Blickfeld der Polizei. Sie sollen andere Besucher provoziert und beleidigt haben. Es habe „kleinere Auseinandersetzungen“ gegeben. Diese habe die Polizei schnell unterbunden. Und am Sonnabend zeigten sich daher verstärkt Beamte an dem Fahrgeschäft.

Parken war ein leidiges Thema rund um die Bürgerweide. Die Baustellen, so der Sprecher, hätten dazu beigetragen. Die Polizei ahndete mehr als 2300 Verkehrsverstöße und ließ 50 Autos abschleppen. 

gn