Gemütliche Talfahrt: Familienvergnügen und Festzelt-Spaß auf dem Bremer Freimarkt

24.10.2019
Die Kinderachterbahn „Kuddel der Hai“ ist einfach gemütlich – Freimarkts-Fahrspaß für die ganze Familie. Gleich am ersten Volksfest-Wochenende war richtig viel los auf der Bürgerweide.
Die Kinderachterbahn „Kuddel der Hai“ ist einfach gemütlich – Freimarkts-Fahrspaß für die ganze Familie. Gleich am ersten Volksfest-Wochenende war richtig viel los auf der Bürgerweide.
 © Kowalewski

Auch unter zum Teil dunklen Wolken macht der Bremer Freimarkt Spaß. Gleich am ersten Volksfest-Wochenende ist richtig was los auf der Bürgerweide. Tagsüber prägen zunächst viele Familien das Bild. Auch die Kinderachterbahn „Kuddel der Hai“ kommt nie lange zum Stehen und ist immer gut besetzt.

Bremen - Der Achterbahnzug hat die Form eines Haifischs. Kinder ab zwei Jahren dürfen in Begleitung Erwachsener mitfahren – und ab sechs Jahren auch allein. Die Bahn ist 100 Meter lang. Drei Fahrtrunden dauern etwa drei Minuten.

Und die Fahrt ist gemütlich. Die Talfahrten stellen auch für empfindliche und karussellskeptische Besucher kein Problem dar. Für die Kinder ist es aufregend, gemeinsam in dem Hai auf Tour zu gehen. Am ersten Berg werden Fotos – Nahaufnahmen – gemacht. Ein kleiner Wasserstoß als „Schocker“ ist auf der Route auch dabei.

„Jägermeister-Blaskapelle“ macht ordentlich Stimmung

Mia (6) aus Bremen ist nach der Fahrt ganz begeistert: „Toll, toll, toll“, ruft sie. Sie will noch mal fahren. Mia mag auch die Seefahrerthematik. Sie sagt, an der Bahn ist „alles schön“. Betreiber Sascha Belli (47) aus Hamburg und sein Team haben sich bei der Gestaltung auch richtig Mühe gegeben. Ein Springbrunnen steht vor der Anlage. Zwei Männer und ein Papagei sitzen auf einem schaukelnden Schiff und haben wegen des Wetters einen Regenschirm spendiert bekommen. Auch Erwachsene würden die kleine, aber prächtig gestaltete Bahn mögen, so Belli. „Auf dem Hamburger Dom kommt immer ein älteres Ehepaar. Das ist das Karussell, in das die beiden sich trauen. Danach gehen sie auf den Genussbummel.“

Zurück auf die Bürgerweide. Die „Jägermeister-Blaskapelle“ aus Berlin marschiert in Richtung „Hansezelt“: 18 Bläser, Trommler und Tänzerinnen, die am Abend auch noch im Bayernzelt, in der „Königsalm“ und in Halle 7 spielen. Sonnenbrillen, Glitzerjacken und -hosen. Ein cooler Look. Noch spielt Werder und es ist früh, aber im „Hansezelt“ feiern schon einige – genug, um während des Auftritts vor der Bühne für Stimmung zu sorgen. Die Musiker spielen flotte Medleys. „Über den Wolken“ geht über in „Atemlos“. Die Tänzerinnen schwingen ihre Hüften in üppigen Kostümen. Ein kurzes Set, das aber wirklich Stimmung macht.

Ischa Freimarkt: Stil und Gemütlichkeit auf der Königsalm

Die nagelneue „Königsalm“ ist im Südtiroler Stil gestaltet – mit viel altem, antik wirkendem Holz. „Altes Holz ist wie Gold“, sagt Betreiberin Nina Renoldi (41). Es sei einfach schwer zu bekommen.

An den Wänden hängen Geweihe. Einige Tische haben Beine, die wie Menschenbeine gestaltet sind. An einer Schiene unter der Decke fährt ein in rosafarbenes Licht getauchter Schlitten. Das alles hat schon Stil und ist gemütlich. 2 100 Sitzplätze sind ausgebucht. 2 400 Menschen passen – Stehplätze mitgezählt – in das Haus mit seinen zwei Etagen. Am Wochenende solle man besser reservieren oder früh kommen, sagt Renoldi.

Die Band „Alles roger?!“ spielt beim Bremer Freimarkt

Auf einer Zwischenetage befindet sich eine Bandbühne. Die Band „Alles roger?!“, Sängerin Sabrina Berger und Entertainer „Luigi“ stehen auf dem Programm. Dörthe Groth (40) aus Bremen freut sich über die „Königsalm“, denn sie bringe ein Feeling wie im Süden her. Für sie ist der Freimarkt ein Pflichttermin, auch wegen der Karussells. „Alles, was über Kopf geht, ist interessant. Man darf nur nicht zu viel Alkohol trinken“, sagt die Bremerin.

Im Bayernzelt tanzen derweil die Menschen auf den Bänken. Die Band „Die Bande“ aus Ellwangen greift in die Pop- und Schlagerkiste. Die Sitzplätze sind alle besetzt. Betreiber Jan Patrick Wolters lädt immer Bands aus dem Süden ein. „Es geht um die Aussprache und natürlich auch um die Trachten“, sagt er. Das Zelt sei wie immer voll belegt. Das in diesem Jahr vier große Party-Zelte da sind, störe ihn überhaupt nicht. „So ist für jedes Zielpublikum etwas da.“

Öffnungszeiten

Der Freimarkt auf der Bürgerweide dauert bis Sonntag, 3. November. Geöffnet ist der Rummel täglich von 13 bis 23 Uhr – freitags und sonnabends sowie am 30. Oktober bis 24 Uhr