„Rekord-Freimarkt“: 4,4 Millionen Besucher auf Bürgerweide und rund ums Rathaus

04.11.2019
Von oben wirkt der Freimarkt am eindrucksvollsten.
Von oben wirkt der Freimarkt am eindrucksvollsten.
 © Selina Spöttel

Bremen - Das Wetter hat mitgespielt, fast durchgängig. Viel Sonne, wenig Regen, kein Sturm. Und der noch junge Reformations-Feiertag bescherte dem 984. Bremer Freimarkt zusätzlichen Auftrieb. Schausteller und Veranstalter jedenfalls ziehen eine äußerst positive Bilanz. Rund 4,4  Millionen Besucher lockte das Volksfest auf der Bürgerweide und rund um das Bremer Rathaus an 17 Tagen den Angaben zufolge an – die Schausteller sprechen von einem „Rekord-Freimarkt“.

„Da der Reformationstag zum zweiten Mal in die zweite Freimarktwoche fiel, zeigt sich, dass dies von Vorteil für den Freimarkt ist und die Menschen den Tag gerne bei uns verbringen“, sagt Susanne Keuneke von der Arbeitsgemeinschaft Bremer Märkte. Schaustellerkollege Rudolf Robrahn ergänzt: „Die gute Mischung aus Fahrgeschäften, Imbissen, Zelten und Belustigungsgeschäften macht es für ein breites Publikum attraktiv, zum Freimarkt zu kommen.“ Der Freimarkt versteht sich als Volksfest für die ganze Familie. Und will das auch bleiben. „An dem Erhalt dieses Stellerwertes werden wir weiterhin arbeiten“, so Robrahn.

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke), in deren Zuständigkeit das Marktwesen fällt, verweist auf die „Strahlkraft des Freimarkts über die Grenzen Bremens hinaus“. Und betont: „Der Freimarkt ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die ganze Stadt.“ Vogt hat als erste Frau in der Freimarktsgeschichte das Volksfest eröffnet – mit einem Bierfassanstich in der neuen „Königsalm“. Vier Schläge hat die Senatorin Augenzeugen zufolge benötigt – weit weniger als viele Männer vor ihr.

Verkaufsoffener Sonntag am Freimarkts-Finaltag: Das Wetter spielte wieder mit.
 © Esser

Polizei meldet nur wenig Ärger vom Freimarkt

Auch die Polizei spricht von einem zwar nicht völlig störungsfreien, aber doch bemerkenswert friedlichen Freimarkt mit einem „toleranten und rücksichtsvollen Publikum“. Nun denn. Die Parksituation bleibt problematisch. Eine Abschleppbilanz steht aus. Ob das veränderte Verkehrskonzept gefruchtet hat, werde noch ausführlich ausgewertet, hieß es.

Die Innenstadtkaufleute organisierten für den Freimarkts-Finaltag erneut einen „verkaufsoffenen Sonntag“. Auch der zog reichlich Publikum an. „Die City ist voll, aber nicht übervoll“, heißt es bei den Einzelhändlern. Die Zahl der Einkäufer und Einkaufstaschen lässt auf hohe Umsätze schließen. Der Chronist erfährt auf Nachfrage: „Über Zahlen spricht man nicht.“ Dann eben nicht.

Autofahrer schaffen sich selbst neue  Parkplätze

Die Parkhäuser sind jedoch mehr als gut gefüllt. Und auch diverse Fußgängerzonen wie die Schlachte und umliegende Straßen werden von vielen Autofahrern (vor allem mit Bremer Kennzeichen) zu Parkraum umgenutzt.

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Nach dem Fest ist vor dem Fest: Der 985. Bremer Freimarkt findet vom 16. Oktober bis 1. November 2020 auf der Bürgerweide statt.