Viel los auf der Bürgerweide: Aale hier, Fischfigürchen dort

21.10.2018
Gewonnen! Kathleen Franz, Betreiberin des Stands „Aale würfeln“, läutet mit einer Glocke.
Gewonnen! Kathleen Franz, Betreiberin des Stands „Aale würfeln“, läutet mit einer Glocke.
 © Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Ein frecher Papagei, der ordentlich Seemannsgarn verbreitet, sprechende Totenschädel, wackelnde Hängeleitern: Der Abenteuerparcours „Pirates Adventure“ macht Spaß und trifft den Geschmack vieler Besucher des 983. Bremer Freimarkts. Mit dem Thema „Schatzsuche“ zieht er vor allem Kinder an.

Sieben Minuten dauert die Suche nach dem Schatz der Piraten in dem aufwendig und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Laufgeschäft. Im ersten Raum spricht der Totenschädel eines Piraten zu den Gästen. Er erzählt von einem Piratenland an der dunkelsten Stelle der Erde und einem Schatz. Die Suche verlangt eine Seereise.

Im finsteren Bauch eines Schiffes hängen Seile von der Decke, denn die See ist stürmisch und das Schiff schaukel. Ein Papagei erzählt die Geschichte weiter und verabschiedet die von Bord gehenden Gäste dann frech: „Du alte Landratte, lauf!“ Der Weg durch vier Räume führt an vielen dunklen Ecken vorbei, zeigt Piraten und Skelette und schließlich einen prächtigen Schatz, gefolgt von einer wirklich tierischen Überraschung.

Kein Regen, dafür mal Sonne, Temperaturen um 15 Grad – das Wetter zeigt sich am Eröffnungswochenende freimarktsfreundlich. Schnell herrscht Hochbetrieb auf der Bürgerweide. Im „Hansezelt“ gehen die Besucher ein und aus. Auch die Ausschankbetriebe freuen sich über Kundschaft. Die Karussells, besonders jene für Kinder, sind gut gefüllt.

Eine Glocke schallt über die Freimarktgasse. Am Stand „Aale würfeln“ von Schaustellerin Kathleen Franz (50) wird geläutet. Ein Besucher hat einen Aal gewonnen. Das Spiel funktioniert so: Für 3,50 Euro bekommt der Spieler drei Würfel, mit denen er auf einem Holzfeld dreimal würfelt. Auf dem Feld stehen Gewinnerzahlen: drei, vier, fünf, 16, 17, 18. Ergibt die Summe der drei Würfel eine dieser Zahlen, hat der Spieler gewonnen. Der Stand kommt an. Es ist viel los.

Uwe Schröder (54) aus Diepholz packt einen Aal ein, das Ergebnis von sechs Würfen, bei denen seine Tochter Charlotte (4) würfelnde Glücksfee war. „Mir gefällt der Markt sehr gut. Wir waren schon in einem Kinderkarussell“, sagt er. 

Der Stand „Aale würfeln“ hat nicht nur eine 40-jährige Tradition, er ist exklusiv bremisch und wird nur auf dem Bremer Freimarkt aufgestellt, so Franz, die aus der bekannten Bremer Schaustellerfamilie Robrahn kommt. „Besonders abends ist hier Hochbetrieb. Dann wird richtig mitgefiebert“, sagt Franz.

Fische von der Wand zu angeln gefällt auch den Kleinsten

Andrang auch beim Stand „Kleine Fische“: Hier werden Fischfigürchen von der Wand geangelt. Ein Highlight für die kleinen Besucher, so auch für Iljas (3) aus Bremen, der von seiner Mutter Jessica (39) erstmal auf den Tresen gesetzt wird. So klappt das. Iljas führt die Angel gleich richtig gut und holt sich einen Fisch nach dem anderen auf den Tresen. Bei den Gewinnen sind Quietschbälle und Knete im Frucht-Look in Mode, sagt Standbetreiberin Kirsten Keese (51) aus Bremen.

Der 983. Bremer Freimarkt dauert bis zum 4. November. Öffnungszeiten: täglich 13 bis 23 Uhr; freitags und sonnabends bis 24 Uhr. Dienstag, 30. Oktober, ebenfalls bis 24 Uhr.